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Ausschnitte aus meinem Buch

Ängste

So hell die Sonne auch schien und so sehr sie mich auch vom Himmel herab anlachte, war sie jedoch nichts anderes, als ein Objekt, das einfach, in einer Welt wie dieser, dazugehörte, doch in der meinen, wie so vieles andere, keine Rolle mehr spielte. Fast alles um mich herum schien entweder bedeutungslos oder vielleicht gar ausgestorben. Ich und mein Leben schrumpften Tag für Tag ein Stück mehr in sich zusammen, umgeben von einem Schatten, der all die Dinge, die mir sonst so wichtig schienen, einfach nach und nach um mich herum zerfraß, ohne dass ich es zunächst bemerkte. Jedoch nicht nur mein Umfeld war es, das sich auf einem immer kleiner werdenden Raum beschränkte, auch meine Emotionen vermochten an Größe, Variation und teils an Intensität zu verlieren. Meine Gedanken drehten sich längst nicht mehr um die für mich damals alltäglichen Dinge, die immer weiter aus meiner Erinnerung wichen, sondern viel mehr um diejenigen, die mein Leben nun bestimmten, mein Denken und Handeln beeinflussten, seitdem meine Krankheit darauf pochte meine Aufmerksamkeit immer mehr für sich zu gewinnen. Diesen Dingen kann man keinen anderen Namen geben als „Ängste“.

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23.11.06 15:05